
Wenn man uns fragt, was man in Neapel außer Pizza essen sollte, antworten wir immer mit einer langen Liste. Die neapolitanische Küche ist größtenteils eine Arme-Leute-Küche, entstanden in den Privathäusern, um nichts zu verschwenden, und gerade deshalb so schmackhaft. Hier sind die Gerichte, nach denen Sie Ausschau halten sollten.
Die traditionellen ersten Gänge
Der König des Sonntags ist das neapolitanische Ragù, bei dem das Fleisch stundenlang langsam in der Tomatensauce gart. Daneben steht die Genovese, eine Sauce aus Zwiebeln und Fleisch, die trotz ihres Namens durch und durch neapolitanisch ist: Wir haben beide in Das neapolitanische Ragù und die Genovese beschrieben.
An Werktagen hat uns dagegen Pasta e patate erobert: Man verwendet Pasta mista, also verschiedene Nudelsorten, die in der Speisekammer übrig geblieben sind, und gibt am Ende Provola dazu, die sie schön fädenziehend macht. Es sieht aus wie eine Suppe, ist aber dicht und cremig. Probieren sollten Sie auch Pasta, Bohnen und Miesmuscheln. Für all diese Gerichte nimmt man getrocknete Pasta aus dem nahen Gragnano, die wir in Die Pasta di Gragnano g.g.A. vorstellen.
Sartù und Gattò
Der Sartù di riso ist ein reichhaltiger, spektakulärer Timballo, ein Gericht für besondere Anlässe: Der Reis bildet die Hülle für eine Füllung, die in der bekanntesten Version aus Ragù, Fleischbällchen, Erbsen und Käse besteht. Der Gattò di patate, dessen Name vom französischen gâteau kommt, ist dagegen ein Gericht für den Alltag: Kartoffelpüree mit Eiern und Käse, gefüllt mit Wurstwaren und Mozzarella oder Provola und mit Semmelbröseln überbacken.
Resteküche und Festtagsgerichte
Die Frittata di maccheroni entstand, um die Pasta vom Vortag, meist Spaghetti, mit Eiern und Käse weiterzuverwerten. Die Neapolitaner nehmen sie im Sommer gern mit ans Meer, und es ist leicht zu verstehen, warum.
Zu Ostern kommt der Casatiello auf den Tisch, ein reichhaltiges Brot mit Wurst und Käse, auf dessen Oberfläche ganze Eier liegen, festgehalten von Teigkreuzen. In derselben Zeit backt man die Pastiera, die Osterspeise schlechthin, die Sie in Die neapolitanische Pastiera finden.
Beilagen, Milchprodukte und Pizza
Fehlen dürfen Salsiccia und Friarielli nicht: Die Friarielli, für Kampanien typische Brokkolispitzen, werden in der Pfanne mit Öl, Knoblauch und Peperoncino geschwenkt. Unter den Milchprodukten empfehlen wir Ihnen neben Fior di latte und Provola die Büffelmozzarella, die wir in Mozzarella di Bufala Campana DOP beschreiben.
Und dann natürlich die Pizza, von der Marinara über die Margherita bis zur frittierten Pizza: Alles Wissenswerte steht in Die neapolitanische Pizza. Zum Abschluss eine Sfogliatella oder ein Babà, die Sie in Die neapolitanische Sfogliatella und in Der neapolitanische Babà finden.
In der Umgebung
Für einen vollständigen Überblick über die Stadt starten Sie mit Neapel und Umgebung und lesen dann unseren Überblick Was man in Neapel essen sollte. Zu den Gerichten empfehlen wir Ihnen einen Wein aus der Region, ausgewählt unter den Weinen Neapels.
Foto oben (Neapel): This Photo was taken by Wolfgang Moroder. Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a message. This image is not in the public domain. Please respect the copyright protection. It may only be used according to the rules mentioned here. This specifically excludes use in social media, if applicable terms of the licenses listed here not appropriate. Please do not upload an updated image here without consultation with the Author. The author would like to make corrections only at his own source. This ensures that the changes are preserved.Please if you think that any changes should be required, please inform the author.Otherwise you can upload a new image with a new name. Please use one of the templates derivative or extract., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
