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Die Struffoli

Immagine illustrativa: Dolci

Zu Weihnachten gibt es in Kampanien kein Haus ohne einen Teller Struffoli mitten auf dem Tisch. Wir haben sie schon immer in der Familie zubereiten sehen, mit honigklebrigen Händen und bunten Zuckerperlen überall verstreut. Hier erzählen wir euch ihre Geschichte und wie sie entstehen.

Was sind Struffoli?

Struffoli sind kleine frittierte Teigkügelchen, etwa einen Zentimeter groß, die anschließend in Honig gewendet und mit kandierten Früchten und bunten Zuckerperlen verziert werden. Man serviert sie aufgehäuft auf einem Teller, als Kuppel oder als Kranz, und jeder nimmt sich seine Portion mit dem Löffel.

Die Region Kampanien hat sie in die Liste der traditionellen Agrar- und Lebensmittelprodukte (PAT) aufgenommen, unter den Konditoreiwaren. Das regionale Datenblatt beschreibt sie als Süßspeise, die in der Weihnachtszeit in keinem Haus Kampaniens fehlt, und als uraltes Gericht.

Eine Geschichte von weit her

Über den Ursprung der Struffoli erzählt man sich seit Langem eine faszinierende Geschichte: Sie seien mit den Griechen nach Neapel gekommen, zur Zeit der Gründung von Parthenope. Auch der Name habe griechische Wurzeln, von einem Wort, das "abgerundet" bedeutet, wie ihre Form. Diese Überlieferung gibt auch die Region selbst wieder, doch man sollte sie als das nehmen, was sie ist: eher eine stimmungsvolle Erzählung als eine belegte Tatsache. Uns gefällt trotzdem die Vorstellung, dass dieses Gebäck ein Stück des Stadtmythos in sich trägt, desselben, den ihr in Die Legende der Sirene Parthenope: der Mythos von der Entstehung Neapels findet.

Zutaten und Zubereitung

Das traditionelle Rezept sieht Mehl, Eier, Butter, etwas Milch, abgeriebene Zitronenschale, Salz und Vanille vor. Der Teig wird lange geknetet, dann zu dünnen Strängen gerollt, die in Stückchen geschnitten und von Hand zu Kugeln geformt werden. Die Kügelchen werden in Öl frittiert, abgetropft und dann in geschmolzenem Honig gewendet, wobei man vorsichtig rührt, damit alle überzogen werden. Zum Schluss richtet man sie auf einer Platte an und verziert sie.

Jede Familie hat ihre eigene Version: Manche geben einen Schuss Likör in den Teig, manche mögen die Kügelchen kleiner, andere sparen nicht an kandierten Früchten. Unser Tipp: Bereitet sie einen Tag vorher zu. Beim Ruhen verteilt sich der Honig besser und der Geschmack wird runder.

Wo man sie probiert und in der Umgebung

In der Festzeit findet ihr sie in allen Konditoreien Neapels und Kampaniens. Wir empfehlen, sie mit einem Besuch in San Gregorio Armeno, die Krippenstraße zu verbinden und unseren Beitrag Weihnachten in Kampanien: Krippen, Lichter und Süßes zu lesen. Auf der Weihnachtsplatte passen sie gut zu den Roccocò (Gebäck) und zum Torrone aus Benevent. Die anderen typischen Produkte der Region stellt der Guide Die DOP- und IGP-Produkte Kampaniens vor, und für die Stadt gibt es Neapel und Umgebung.

Quellen: Region Kampanien, PAT-Datenblatt „Struffoli“; Region Kampanien, PAT-Liste Süßwaren und Gebäck.

Foto oben (Neapel): This Photo was taken by Wolfgang Moroder. Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a message. This image is not in the public domain. Please respect the copyright protection. It may only be used according to the rules mentioned here. This specifically excludes use in social media, if applicable terms of the licenses listed here not appropriate. Please do not upload an updated image here without consultation with the Author. The author would like to make corrections only at his own source. This ensures that the changes are preserved.Please if you think that any changes should be required, please inform the author.Otherwise you can upload a new image with a new name. Please use one of the templates derivative or extract., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

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