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Uva cornicella

Immagine illustrativa: Frutta e verdura

In den Obstkisten der kampanischen Gemüsehändler liegt zwischen Spätsommer und Frühherbst eine Traube, die man auf den ersten Blick erkennt: lange, gebogene Beeren, wie kleine Hörnchen. Das ist die Uva cornicella, eine Tafeltraubensorte der regionalen Tradition. Wir suchen sie jedes Mal, wenn die Saison es erlaubt: Wir erzählen euch, warum.

Was sie ist

Die Uva cornicella steht im Verzeichnis der traditionellen Agrar- und Lebensmittelprodukte (PAT) der Region Kampanien, in der Kategorie der pflanzlichen Produkte im natürlichen oder verarbeiteten Zustand. Sie ist eine Tafeltraube, also vor allem für den Frischverzehr bestimmt, und laut dem regionalen Datenblatt wird sie hauptsächlich in den Ebenen und Hügelgebieten der Region angebaut.

Wie man sie erkennt

Das Erkennungszeichen sind die Beeren: stark verlängert und gekrümmt, so sehr, dass sie an Hörnchen erinnern, daher der Name. Die Schale ist hell, mit einer Farbe, die ins Goldene und an den sonnigsten Stellen fast ins Rostfarbene spielt. Das Fruchtfleisch ist, wie die Region beschreibt, süß, sehr knackig und reich an Traubenkernen.

Als wir sie zum ersten Mal probierten, hat uns gerade die Konsistenz beeindruckt: Man beißt fast hinein wie in einen Apfel, mit einer vollen, nie aufdringlichen Süße. Die Schale ist dünn, haftet aber gut am Fruchtfleisch, deshalb isst man die ganze Beere.

Eine Traube, die sich hält

Eine wichtige Eigenschaft der Cornicella ist ihre Lagerfähigkeit, also die Fähigkeit, sich nach der Ernte lange zu halten. Laut dem regionalen Datenblatt ist es gerade diese Eigenschaft, die sie zu einer auf dem regionalen Markt sehr präsenten Traube gemacht hat und bis heute macht. Früher, als es noch keine Kühlhäuser gab, war eine Traube, die lange hielt, ein erheblicher Vorteil für Familien und Händler.

Das Horn und das Glück

In Kampanien kann man kaum etwas Hornförmiges sehen, ohne an den Glücksbringer in Hornform, den Cornetto, zu denken. Es überrascht daher nicht, dass die Cornicella in volkstümlichen Erzählungen scherzhaft mit Amuletten gegen das Pech in Verbindung gebracht wird. Das ist eher eine Kuriosität als eine belegte Tradition, aber wir erwähnen sie gern: Sie macht diese ungewöhnlich geformte Traube noch sympathischer.

Wann und wie man sie genießt

Die Saison reicht vom Ende des Sommers bis zum Beginn des Herbstes. Wir empfehlen euch, sie einfach so zu essen, frisch, vielleicht zum Abschluss einer Mahlzeit oder als Zwischenmahlzeit. Sie passt auch gut in einen Obstsalat oder zu einem Frischkäse, zu dem ihre Knackigkeit einen Kontrast bildet.

Wo man sie probieren kann und was es in der Nähe gibt

Sucht sie während der Weinlese auf den Stadtteilmärkten von Neapel und auf den Bauernmärkten der kampanischen Provinzen. Für eine Tour im Spätsommer lest L'autunno in Campania: vendemmia e sagre della castagna, unser Porträt Die autochthonen Rebsorten Kampaniens und das über die Melannurca Campana IGP, eine weitere Symbolfrucht der Region. Den Überblick über die zertifizierten Produkte bietet unser Leitfaden Die DOP- und IGP-Produkte Kampaniens.

Foto oben (Neapel): This Photo was taken by Wolfgang Moroder. Feel free to use my photos, but please mention me as the author and send me a message. This image is not in the public domain. Please respect the copyright protection. It may only be used according to the rules mentioned here. This specifically excludes use in social media, if applicable terms of the licenses listed here not appropriate. Please do not upload an updated image here without consultation with the Author. The author would like to make corrections only at his own source. This ensures that the changes are preserved.Please if you think that any changes should be required, please inform the author.Otherwise you can upload a new image with a new name. Please use one of the templates derivative or extract., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

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