
Nach einem Tag zwischen dem Königspalast und den Dörfern rund um Caserta ist für uns der schönste Teil immer der Tisch. Die Küche entsteht hier aus fruchtbarem Land, der Campania Felix der Römer, und aus einem Schatz an Produkten, um den uns die ganze Welt beneidet. Wir erzählen euch, was ihr in der Stadt probieren und welche Spezialitäten ihr mit nach Hause nehmen solltet.
Vor allem: Büffelmozzarella
Die Gegend um Caserta ist das Herz der Mozzarella di Bufala Campana DOP: In der Ebene zwischen dem Volturno und der Domitischen Küste konzentrieren sich viele Büffelzuchten und Käsereien. Unser Rat ist einfach: Esst sie noch am selben Tag, bei Zimmertemperatur und ohne Würze, um die Milch und die Würzigkeit zu schmecken. Aus derselben Milch wird die weiche, süßliche Büffelricotta hergestellt. Alles Weitere findet ihr in unseren Beiträgen Mozzarella di Bufala Campana DOP und Ricotta di Bufala Campana.
Die Pizza aus Caserta
In den letzten Jahren sind Caserta und seine Provinz zu einer wichtigen Station für alle geworden, die Pizza lieben. Neben der klassischen Margherita mit Büffelmozzarella findet ihr Teige mit langer Gehzeit und Beläge, die den Jahreszeiten folgen und die Produkte der Region zur Geltung bringen. Besonders gut hat uns die Kombination mit Friarielli und Salsiccia gefallen, ein kampanischer Klassiker mit kräftigem Geschmack.
Das schwarze Casertaner Schwein und seine Wurstwaren
Eine Rasse, die man kennen sollte, ist das Casertaner Schwein, auch pelatella genannt, weil es fast keine Borsten hat; sein Fell reicht von Schwarz bis Schiefergrau. Es ist eine alte einheimische Rasse, heute gefährdet und durch Erhaltungsprojekte geschützt. Aus seinem würzigen Fleisch werden Salsicce, Soppressate, Capocolli und Schinken hergestellt: Wenn ihr sie findet, probiert sie auf einem Brett zusammen mit lokalen Käsesorten.
Obst, Olivenöl und Hülsenfrüchte
Im Herbst empfehlen wir euch die Melannurca Campana IGP, den kleinen, knackigen und duftenden Apfel, der nach der Ernte in den melai auf Strohbetten am Boden nachrötet. Auch rund um Caserta ist er in dieser Jahreszeit fester Bestandteil der Märkte.
Das Olivenöl ist ein weiterer Stolz der Provinz: Das bekannteste ist das Terre Aurunche DOP, das vor allem aus der Sorte Sessana in der Gegend von Sessa Aurunca gewonnen wird, doch auch die Öle aus den Hügeln des Caiatino und des Matese sind eine Kostprobe wert. Bei den Hülsenfrüchten solltet ihr nach den Bohnen aus dem Matese sowie den Linsen und Kichererbsen aus dem Hinterland Ausschau halten – perfekt in einer Suppe mit einem Schuss rohem Olivenöl.
Süßes zum Probieren
In den Konditoreien der Stadt findet ihr die großen kampanischen Süßspeisen: die Sfogliatella, den Babà und zu den Feiertagen die Struffoli und die Pastiera. Für die traditionellen Rezepte verweisen wir euch auf Typische Gerichte aus Caserta.
Was man trinkt
Auf dem Tisch darf ein Glas Wein aus der Region nicht fehlen: ein weißer Falanghina oder ein frischer Asprinio zum Büffelmozzarella, ein Roter vom Massico zu den Wurstwaren. Mehr dazu in unserem Beitrag über die Weine von Caserta.
In der Umgebung
- Caserta und Umgebung, unser Reiseführer zur Planung eurer Reise.
- Typische Gerichte aus Caserta, die traditionellen Rezepte.
- Der Asprinio di Aversa und die „verheirateten“ Reben, der Wein der Alberate.
- Der Real Sito di Carditello, das alte bourbonische Gut, das der Tierzucht gewidmet war.
Foto oben (Caserta): Miguel Hermoso Cuesta, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
