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Ein Wochenende in Avellino

Ein Wochenende in Avellino
Foto: Djuenger~commonswiki · CC BY-SA 3.0 · verkleinert

Zwei Tage in Avellino sind genau die richtige Zeit, um die Stadt ohne Eile kennenzulernen und sich einen Tag in den Bergen oder zwischen den Weinbergen zu gönnen. So haben wir unser Wochenende in Irpinien gestaltet, und wir schlagen es euch mit einigen Alternativen je nach Geschmack vor.

Samstagvormittag: die Altstadt

Beginnt auf der Collina della Terra, dem ältesten Teil der Stadt, mit dem Dom Santa Maria Assunta und seiner Krypta. Hier wird auch San Modestino verehrt, der Schutzpatron von Avellino. Wenige Schritte entfernt liegen die Reste der langobardischen Burg, die im Laufe der Jahrhunderte von den Herren der Stadt bis hin zu den Caracciolo bewohnt wurde: Ihre Geschichte findet ihr in Die langobardische Burg von Avellino.

Geht dann hinunter zur Piazza Amendola, wo der Uhrturm, der Obelisk Karls II. und die Fassade der Dogana vom barocken Avellino des Cosimo Fanzago erzählen. Am späten Vormittag empfehlen wir euch eine Pause mit einer Süßigkeit aus Torrone, einer der Spezialitäten der Provinz.

Samstagnachmittag: der Corso und das Museo Irpino

Am Nachmittag bummelt über den Corso Vittorio Emanuele II, das verkehrsfreie Wohnzimmer der Stadt. Unterwegs begegnet ihr dem Palazzo De Conciliis, in dem 1808 der junge Victor Hugo wohnte, und der Villa Comunale, die im 19. Jahrhundert als botanischer Garten entstand.

Wenn es regnet oder ihr Museen liebt, widmet ein paar Stunden dem ehemaligen Bourbonengefängnis, das heute Ausstellungsräume des Museo Irpino beherbergt: Wir erzählen davon in Das Museo Irpino und das ehemalige Bourbonengefängnis. Prüft Öffnungszeiten und Tickets vor der Abfahrt auf der offiziellen Website. Den vollständigen Rundgang zu Fuß findet ihr in Was man in Avellino besichtigen sollte.

Samstagabend: die Küche Irpiniens

Zum Abendessen setzt auf traditionelle Gerichte: handgemachte Fusilli mit Ragù, die Minestra maritata, Wurstwaren und Käse aus den Bergen wie den Caciocavallo irpino. Dazu passt ein Glas Aglianico oder, wenn ihr Weißwein bevorzugt, Fiano. Zur Orientierung bei Tisch lest Was man in Avellino essen sollte und für das Glas unseren Beitrag über die Weine von Avellino.

Sonntag: Montevergine, der Laceno oder die Weinberge

Der Sonntag ist der richtige Tag, um die Stadt zu verlassen. Wir schlagen euch drei Alternativen vor, die wir alle selbst ausprobiert haben.

  • Montevergine: Den Wallfahrtsort auf dem Monte Partenio oberhalb von Mercogliano erreicht man mit dem Auto oder mit der Standseilbahn. Er ist ein Ziel des Glaubens, aber auch ein natürlicher Aussichtsbalkon über Irpinien. Mehr dazu in Der Wallfahrtsort Montevergine.
  • Laceno-See: In Bagnoli Irpino, auf rund 1.050 Metern in den Monti Picentini, ist er perfekt für eine Wanderung, eine Radtour oder im Winter einen Tag im Schnee. Alles in Der Laceno-See und die Hochebene.
  • Die Weinhügel: Zwischen Taurasi, Tufo und Lapio durchquert man die Landschaften der drei DOCG Irpiniens. Viele Weingüter bieten Besichtigungen nach Voranmeldung an: Informiert euch vor der Abfahrt.

Wofür ihr euch auch entscheidet, brecht früh auf: Die Straßen im Landesinneren sind landschaftlich reizvoll, aber kurvenreich, und man genießt sie am besten ohne Eile. Wenn euch bei der Rückkehr noch eine Stunde bleibt, macht in der Abenddämmerung einen letzten Bummel über den Corso, wenn sich die Stadt zum Abendspaziergang füllt. Für uns war das die schönste Art, sich von Avellino zu verabschieden, bevor wir wieder aufbrachen.

Anreise und beste Reisezeit

Avellino erreicht man mit dem Auto über die A16 Neapel–Canosa oder von Salerno über den Autobahnzubringer; es gibt auch Busverbindungen nach Neapel und Salerno. Für den Sonntagsausflug braucht ihr das Auto. Das ideale Wochenende liegt im Frühling oder Herbst, wenn die Temperaturen mild sind und Weinberge und Kastanienwälder sich von ihrer besten Seite zeigen; im Winter prüft Wetter und Straßenverhältnisse, wenn ihr in die Höhe fahrt.

In der Umgebung

Wenn ihr mehr Zeit habt, hilft euch unser Reiseführer Avellino und Umgebung, die weiteren Etappen in der Provinz auszuwählen. Als Alternative zum Sonntag in den Bergen gibt es die 5 Orte, die man in der Provinz Avellino unbedingt besuchen sollte, während alle, die ungewöhnliche Atmosphären suchen, mit Was man in Avellino unternehmen kann: geheimnisvolle und faszinierende Orte beginnen können. Bevor ihr abreist, stöbert in Die schönsten Dörfer Irpiniens: Zungoli, Monteverde, Nusco.

Foto oben (Avellino): unbekannter Autor, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.

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