
Jeden Winter erstrahlt Salerno. Die Straßen der Innenstadt, die Gärten und die Strandpromenade füllen sich mit Lichtinstallationen, die die Stadt in ein großes Freilichtmuseum verwandeln. Wir sind an einem kalten, klaren Abend durch die Luci d'Artista spaziert und erzählen euch, wie ihr sie am besten erlebt.
Eine Idee aus Turin
Die Luci d'Artista entstanden Ende der Neunzigerjahre in Turin als Alternative zur klassischen Weihnachtsbeleuchtung: kein bloßer Schmuck, sondern echte Kunstwerke aus Licht. Salerno übernahm dieses Modell 2006 und wurde damit die erste Stadt, die dem Turiner Beispiel folgte.
Seitdem findet das Event jedes Jahr statt, meist von November bis Januar, und hat das winterliche Gesicht der Stadt verändert. Die Installationen werden von Ausgabe zu Ausgabe erneuert und folgen oft einem Thema: Im Lauf der Jahre gab es verzauberte Gärten, Unterwasserwelten, Tiere, Blumen und Märchenfiguren.
Wo man sie sieht
Die Lichter verteilen sich auf einen Rundgang, der einen guten Teil der Innenstadt durchquert. Zu den Orten, die normalerweise einbezogen werden, gehören die Villa Comunale, die mit ihren Alleen und Brunnen zu einem der eindrucksvollsten Punkte wird, der Corso Vittorio Emanuele, die große Einkaufsstraße, die Piazza Flavio Gioia, der Lungomare Trieste und der Giardino della Minerva.
Der Rundgang ändert sich jedes Jahr ein wenig, deshalb empfehlen wir, vor dem Losgehen die offizielle Karte zu konsultieren. Das Schöne ist gerade, ohne Eile zu bummeln und sich von einem Licht zum nächsten leiten zu lassen: In ein paar Stunden sieht man einen Großteil der Installationen.
Die Werke sind sehr unterschiedlich: Manche sind große Strukturen, die man zu Fuß durchquert, etwa Galerien oder Lichtbögen, andere sind Figuren, die zwischen zwei Gebäuden schweben, wieder andere füllen die Beete der Gärten. Wir raten euch, oft nach oben zu schauen, weil man viele Installationen nur von unten richtig würdigt, und das Handy aufgeladen mitzunehmen: Die Lust zu fotografieren ist groß.
Die Stimmung in der Stadt
Während der Luci d'Artista füllt sich Salerno mit Besuchern, vor allem an Wochenenden und Feiertagen. Neben den Installationen gibt es oft Weihnachtsmärkte, Krippen und Attraktionen wie das Riesenrad, das in einigen Jahren einen Blick von oben auf die beleuchtete Stadt und den Golf bot. Beeindruckt hat uns die Vielfalt des Publikums: Familien mit Kindern, Freundesgruppen, Paare, Touristen, die mit dem Reisebus aus ganz Italien angereist sind.
Wir empfehlen, den Spaziergang mit einem Besuch der Altstadt zu verbinden. Bevor es dunkel wird, geht hinauf zum Dom und durch die Gassen der Altstadt; wenn dann die Lichter angehen, spaziert hinunter zum Corso und zur Promenade.
Praktische Tipps
Meidet nach Möglichkeit die Samstagabende und Feiertage, wenn die Straßen der Innenstadt sehr voll sind. Wochentage sind ruhiger und lassen euch die Installationen besser genießen. Zieht euch im Zwiebellook an und tragt bequeme Schuhe: Man läuft ziemlich viel. Beginn und Ende, ebenso wie eventuelle Shuttlebusse und eigene Parkplätze, ändern sich jedes Jahr: Prüft vor der Abreise immer die offizielle Website der Stadt.
Anreise und beste Reisezeit
Am einfachsten erreicht ihr Salerno während der Luci d'Artista mit dem Zug: Der Bahnhof liegt nur wenige Schritte vom Corso Vittorio Emanuele entfernt, und so umgeht ihr den Wochenendverkehr. Mit dem Auto kommt man über die A2 und die Stadtautobahn. Die beste Zeit für den Besuch ist der späte Nachmittag, um zu sehen, wie die Lichter bei Sonnenuntergang angehen.
In der Umgebung
Für die Planung eures Aufenthalts beginnt mit unserem Guide Salerno und Umgebung und mit Was man in Salerno unternehmen kann. Wenn ihr länger bleibt, lest Salerno in 2 Tagen; tagsüber solltet ihr Den Dom von Salerno und Den Giardino della Minerva und die Medizinschule von Salerno nicht verpassen.
Foto oben (Salerno): No machine-readable author provided. Giaros assumed (based on copyright claims)., CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons.
